Manchmal kriselt es selbst in den besten Beziehungen. Dabei ist gerade die zwischen Ihnen und Ihren Social Media-Fans besonders wichtig für Ihr persönliches Marketing-Glück. Am besten sollten Sie es gar nicht erst soweit kommen lassen, dass Ihre Fans genervt sind oder gar den Kontakt abbrechen. Hier ein kleiner Ratgeber:

Grund Nr. 1: “Ich weiß viel zu wenig über dich!”

Unser Tipp für ein nutzerfreundliche Fanpage: Zeigen Sie sich auf Ihrem Social Media-Profil aufgeschlossen, gesellig und hilfsbereit. Das bedeutet nicht, dass Sie intime Einblicke in Ihr Privatleben geben sollen. Aber lassen Sie Ihre Community immer wieder an lustigen und bedeutsamen Momenten Ihres Alltags teilhaben. So haben interessierte Fans und Kunden die Möglichkeit, authentische Informationen über Sie und Ihr Unternehmen zu bekommen. Das kann man wiederum auch sehr gut nutzen, um Produkte und Angebote nett zu präsentieren.

Grund Nr. 2: “Du bist mir zu aufdringlich!”

Sie möchten Ihre Fans am liebsten dreimal täglich auf dem Laufenden halten und wundern sich, weshalb immer weniger Reaktionen auf immer mehr Posts kommen? Weniger ist manchmal mehr. Häufiges Posten ist nur dann informativ und unterhaltsam, wenn genug qualitativ hochwertige Inhalte zur Verfügung stehen. Aber: Auch wenn es viel zu erzählen gibt, ist es manchmal sinnvoll, sich etwas zurückzunehmen. Qualität statt Quantität lautet hier das Zauberwort des Facebook-Algorithmus. Eine bewusste, zielgerichtete Auswahl der Inhalte erreicht nachhaltig mehr Fans, als eine Armada von stündlichen Updates

Grund Nr. 3: “Du meldest dich fast nie bei mir!”

Das andere Extrem: Tage- oder sogar wochenlang nichts von sich hören zu lassen. “Willst du gelten, mach dich selten” funktioniert allerdings genauso wenig wie “zu viel des Guten”. Unregelmäßige Posts können dazu führen, dass Sie auf Dauer in Vergessenheit geraten und Abonnentenzahlen sinken, da Fans keinen Mehrwert mehr in Ihrem Profil sehen. Eine genaue Planung Ihres Social Media Content kann dabei helfen, den Rhythmus beim Posting im Blick zu behalten.

Grund Nr. 4: “Ich bin nicht die Einzige für dich!”

Ein Post für alle Plattformen – das wird schon keiner merken? Und spart ja schließlich Zeit! Falsch gedacht. Wenn Ihre Fans realisieren, dass Sie ein und denselben Inhalt auf unterschiedlichen Social Media-Plattformen spielen, ohne sich die Mühe machen, diese auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen und Plattformstrukturen anzupassen, dann kann dies als sehr störend wahrgenommen werden. Es empfiehlt sich daher, sich lieber auf wenige Netzwerke zu beschränken und diese zielgruppenspezifischen zu bespielen.

Grund Nr. 5: ”Du denkst immer nur an dich!”

Seien Sie nicht egoistisch – soziale Netzwerke sind zum Teilen da! Sie müssen das Content-Rad nicht immer wieder neu erfinden. Zahlreiche unterhaltsame, relevante und interessante Inhalte schwirren bei Plattformen wie Instagram und Facebook umher, die nur darauf warten, dass Sie sie mit Ihren Fans teilen. So vermitteln Sie nicht nur den Eindruck, dass Sie sich aktiv mit anderen Inhalten auseinandersetzen, Sie profitieren gleichzeitig auch von der Bekanntheit der Quelle oder der Qualität der Inhalte. Wichtig ist dabei nur, dass man solche Informationen nicht einfach nur kopiert, sondern die Quelle mit weitergibt.

Grund Nr. 6: “Du ignorierst mich!”

Ihre Social Media-Fans haben sich zu Ihrem letzten Post kritisch geäußert? Das Schlechteste, was sie in diesem Fall machen können, ist dies zu ignorieren oder gar zu löschen. Ihre Kunden gewinnen dadurch den Eindruck, ihr Beitrag sei unwichtig oder unerwünscht. Gehen Sie lieber kreativ und charmant auf negative Anmerkungen ein, beantworten Sie Fragen, bedanken Sie sich für Lob und nette Worte und entschuldigen Sie sich bei angebrachter Kritik. Kommunikation ist in einer Social Media-Beziehung schließlich das A und O!

Grund Nr. 7: “Du machst überhaupt keine Pläne für uns!”

Zugegeben, eine gute Beziehung braucht ab und zu eine Prise Spontanität. Doch eine gewisse (Zukunfts-)Planung ist gar nicht so verkehrt, um den Überblick im digitalen Dschungel zu behalten und Struktur in Ihre Social Media-Kanäle zu bringen. Gerade, wenn die Beziehung mit Ihren Facebook- oder Instagram-Fans noch frisch ist, kann eine Social Media Strategie sehr hilfreich sein. Hierzu gehört es – neben der differenzierten Contentplanung für die Bespielung der unterschiedlichen Plattformen – sich Ziele zu stecken und zu überlegen, wie man diese erreichen kann. Aber auch Richtlinien einzuführen, wie man am geschicktesten auf Kommentare und Nachrichten reagieren kann.

Grund Nr. 8: “Du weißt nicht, was mir wirklich passt und gefällt!”

Sie möchten Ihre Fan-Community mit Videos verwöhnen? Immer eine gute Idee – dann aber bitte im richtigen Format und angemessen präsentiert! Tests haben gezeigt, dass im Zeitalter der Smartphones quadratische Videos häufig mehr Views und Reaktionen erzielen als Videos im Querformat.
Das Wichtigste beim Posten von Videos ist jedoch, die Videodatei direkt bei Facebook & Co. hochzuladen und nicht einfach nur Links von Videoportalen wie Youtube zu posten. Letztere werden seltener geteilt und haben geringe Interaktionen Ihrer Fans zur Folge.

Grund Nr. 9: “Du gehst überhaupt nicht auf mich und meine Bedürfnisse ein!”

Das Wichtigste in einer Beziehung: Zeigen Sie Einfühlungsvermögen! Gehen Sie auf die individuellen Wünschen Ihrer Fan-Community ein und passen Sie sich der unterschiedlichen Zielgruppen und Möglichkeiten Ihrer Social Media-Kanäle an. Hashtags sind ein gutes Beispiel dafür, dass ein bestimmtes Postingformat nicht unbedingt dieselbe, reichenweitensteigernde Wirkung bei allen Netzwerken hat. Darüberhinaus empfiehlt es sich zum Beispiel, Posting-Inhalte örtlich zu beschränken und somit nur für ausgewählte Personen relevant zu machen, um so die “Trefferquote” und Platzierung im Feed zu verbessern. Auch ist es hilfreich, über die Facebook-Statistiken die Reichweiten und Reaktionen Ihrer bisherigen Posts im Auge zu behalten. Passen Sie beispielsweise die Postingzeiten an die Wochentage und Tageszeiten an, an denen nachweislich die meisten Fans erreichbar sind. Und reflektieren Sie die Inhalte, die besonders gut oder gar nicht ankamen, um sie entsprechend auszubauen oder zu vermeiden.

Also…

Wer nicht zu aufdringlich aber auch nicht zu distanziert ist und sich auf den kommunikativen und informativen Zweck von sozialen Netzwerken besinnt, kann eine lange und glückliche Beziehung mit seinen Fans führen sowie Produkte und Ideen verbreiten.
Und wenn Sie doch mal eine kleine “Paartherapie” brauchen, um wieder richtig glücklich zu werden mit Ihren Facebook-Fans, stehen unsere Social Media-Experten Ihnen jederzeit beratend zur Seite.

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